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26.1.2011 von Emanuel Höfling.
Die Stadt Gemünden zieht erste Bilanz – Genaue Zahlen liegen noch nicht vor.
Jetzt, da sich die braune Brühe endlich wieder aus Gemünden verzogen hat, wird sichtbar, was an Schlamm, Müll und Verwüstung zurückgeblieben ist. Höchste Zeit für eine erste Bestandsaufnahme. Bei einem Pressegespräch am Freitagvormittag zeigten sich die Beteiligten zufrieden mit dem Hochwassereinsatz. Die Zusammenarbeit zwischen Bauhof, Feuerwehren, Polizei, den THW-Ortsverbänden Karlstadt und Marktheidenfeld sowie dem Verein Gemündener Fördergemeinschaft Hochwasserhilfe (GFH) habe hervorragend geklappt, betonte Bürgermeister Georg Ondrasch.
Die Einsatzzentrale des Krisenstabes war in Gemünden vom 9. bis zum 18. Januar rund um die Uhr mit zwei Personen besetzt. Täglich fanden zwei Besprechungen statt. Allein auf die 36 Mitglieder der Gemünder Feuerwehr, die im Hochwassereinsatz waren, verteilen sich 1150 Stunden. Die 15 Helfer der GFH steuerten noch einmal 400 Stunden bei. Viele Freiwillige haben ihre Überstunden geopfert oder Gleitzeit genommen, um Stege zu bauen oder Sandsäcke zu füllen.
Probleme mit Arbeitgebern, die ihren Arbeitskräften für den Einsatz im Hochwasser nicht frei geben wollten, gab es in Gemünden nur in einem Fall: bei der Stadt selbst. „Die Kommune muss mit gutem Beispiel vorangehen“, ärgerte sich der Leiter des Krisenstabes, Kreisbrandinspektor Herbert Hausmann. Man habe vor dem Dilemma gestanden, dass der Mitarbeiter eine dringende kommunale Angelegenheit zu erledigen hatte, aber auch im Hochwassereinsatz gebraucht wurde. Das Problem habe man aber inzwischen intern geregelt, erklärte Bürgermeister Ondrasch…………….(………)
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13.1.2011 von Emanuel Höfling.
Heute schulfrei für die Kinder aus den linksmainischen Stadtteilen
(lies) Voll gelaufene Keller, der eine oder andere Gebäudeschaden – damit dürfte das Januar-Hochwasser im Bereich Gemünden relativ glimpflich ablaufen. Der Höchststand war am Mittwoch früh um 4 Uhr mit 5,80 Meter (Pegel Huttenschloss) erreicht. Beim Jahrhunderthochwasser am 6. Januar 2003 zeigte er 6,02 Meter an. Die linksmainische Kreisstraße MSP 11 wird am heutigen Donnerstag noch gesperrt bleiben. Das bedeutet schulfrei für die Kinder in Harrbach, Kleinwernfeld und Hofstetten.Die für das Hochwasser gebildete Gemündener Einsatzzentrale bleibt am Donnerstag noch bestehen, aber ihre Notrufnummer (0 93 51/9 98 48) ist ab 9 Uhr nicht mehr besetzt. In dringenden Fällen ist die übliche allgemeine Notrufnummer 112 anzurufen.
Eine Schadensbilanz kann der Leiter des Gemündener Krisenstabs, Kreisbrandinspektor Herbert Hausmann, noch nicht ziehen. Der Einsatz der Helfer sei vorbildlich gewesen, lobt er. Bewährt hat sich die erstmalige koordinierte Zusammenarbeit der Feuerwehr, des Vereins Gemündener Fördergemeinschaft Hochwasserhilfe (GFH), des städtischen Bauhofs und des Ordnungsamts. Der Einsatz von Personal und Material, wie die Zahl der benötigten Sandsäcke, sei punktgenau erfolgt.
Der Einsatzleiter hebt die „hervorragende Zusammenarbeit“ mit dem Bauhof hervor: „Die Männer kamen aus dem Winterdienst und kämpften klaglos gegen das Hochwasser. Das ist eine enorme Leistung, vor der man nur Hochachtung haben kann.“ Trotz der hohen Beanspruchung gab es bei den Helfern und den Fahrzeugen keine Ausfälle. Wie Hausmann weiter berichtet, hätten die direkt betroffenen Flussanwohner die Beeinträchtigungen besonnen hingenommen, was bei manch anderen nicht immer der Fall gewesen sei.
So habe zum Beispiel ein Autofahrer aus dem Gemündener Mühltorgebiet, als dort am Mittwochmittag die Sperre errichtet werden musste, beim Passieren der Straße die Einsatzkräfte aufgefordert, mit der Absperrung noch zu warten, bis er sein Kind aus dem Kindergarten geholt hätte, berichtet Hausmann. Als die Helfer ihm sagten, das Wasser steige zu schnell, um noch durchfahren zu können, habe der Mann geschimpft: „Ja glaubt Ihr, wegen Euch fahre ich 20 Kilometer Umweg?“
Zusammenarbeiten wollen der Bauhof und die Feuerwehr auch bei den Reinigungsarbeiten an Stegen, Gehwegen und Parkplätzen. Die werden aber noch auf sich warten lassen, da der Wasserstand des Mains nur langsam zurückgeht.
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